Klangbeschreibung des One-Point Monitors (Cumulus Monitor) in Klang+Ton 6/2005: ..."Der Schallwandler zeigt sich wunderbar ausgeglichen mit echten Langzeitqualitäten, statt seine Zuhörer mit vordergründigen Effekten nach spätestens fünf Minuten zu nerven.
Der Klang ist aber trotzdem weit entfernt von Tristesse und Langeweile. Jedes Detail wird ohne "Bewertung" durch den Lausprecher wiedergegeben. Nie drängt sich ein Frequenzbereich ungebührlich nach vorne, ebensowenig gerät einer ins Hintertreffen. Bereits nach kurzer Zeit tritt der Lautsprecher völlig in den Hintergund und fördert die Musik direkt in den Gehörgang, scheinbar ohne Umweg über Speichermedium, Lesegerät, Verstärker und SchalIwandler. Eine gewisse Qualität der vorgeschalteten Komponenten ist für dieses Klangerlebnis natürlich Pflicht, aber zum Ersetzen der Plastikwürfel an der fernöstlichen Kompaktanlage wird die Monitor sowieso niemand in Betracht ziehen. Testet man gezielt die Fähigkeiten der einzelnen Chassis, gibt sich der Thiel ebenfalls keine Blöße. Der Hochtöner klingt im positiven Sinne überhaupt nicht nach Metallkalotte, sondern überzeugt durch seidenweichen, luftigen Klang und hervorragende Detailauflösung. Auch der Tiefmittelton-Teil überzeugt durch sehr gute Auflösung über sein gesamtes Arbeitsgebiet hinweg. Selbst Aufnahmen mit kräftigem Tiefbassanteil stellen ihn nicht vor Probleme. Die synthetisch erzeugten Bassteppiche auf Björks "Post" kommen mit einer von Kompaktboxen bisher nicht gekannten Intensität und Sauberkeit, ohne den darüberliegenden Frequenzbereich zu verdecken. An bestimmten Stellen war sogar eine räumliche Einteilung im oberen Bassbereich zu hören, sicherlich auch ein Verdienst der hervorragenden Räumlichkeit dieses Lautsprechers. Gute Liveaufnahmen bringen darüberhinaus eine ungeahnt scharf abgegrenze Tiefenstaffelung an die Oberfläche, die Musiker und Publikum zum Greifen nahe in den Raum stellt.
Einen Übergang zwischen den Chassis gibt es scheinbar nicht, alles kommt aus einem Guss aus der Box, als wäre es das Natürlichste auf der Welt. Die Mitten klingen sehr ausgewogen und feinsinnig, jede Frauen- oder Männerstimme hat das richtige Volumen und die korrekte Größe.
Alles in allem war uns die Monitor auch nach stundenlangem Hören aller möglichen und unmöglichen Musikstücke weder auf den Wecker gegangen, noch hatte sie uns gelangweilt. Sie ist ein blitzblank geputztes Fenster zur Musik und kann jeden Tag mit jedem Stück aufs Neue begeistern. Wer in den Olymp der Kompaktlautsprecher vorstoßen will, kommt an der OnePoint Monitor daher nicht vorbei"
zu der Beschreibung des Thiel One Point Monitors (Cumulus Monitor) zu seinen Messschrieben zu den Regalboxen