Coax 12 wuchtige Standbox von Udo Wohlgemuth

Coax 12 von ADM
Technische Daten
- Kennschalldruck: 92 dB (2,83V,1m)
- Frequenzbereich (-8dB): 40-20000 Hz
- Trennfrequenz: 1400 Hz
- Nennimpedanz: 8 Ohm
- Größe (HxBxT): 100 x 40 x 34 cm
- Prinzip: Bassreflexbox
Koaxiale Lautsprecher wie der BM-12 CX 38 werden als Bühnenmonitore genutzt, damit der Musikant optimal im Nahfeld beschallt wird. Koaxiallautsprecher enthalten zwei Antriebe und zwei Membranen, wovon eine die Höhen und die andere die Tiefen abstrahlt.

Udo Wohlgemuth beschreibt den Koaxiallautsprecher wie folgt:
"So wird meist ein kleines Horn auf den Polkern gesetzt, das aus der Membran herausragt. P.Audio ging einen anderen Weg.Die hintere Polplatte samt Polkern des Basses wurden mit einer sich erweiternden Bohrung versehen, hinter die der Hochtontreiber geschraubt wird. So wird sogar die Membran des Basses zur Verlängerung des HT-Horns genutzt. Die entstandene Einheit kann nun alle Frequenzen quasi aus einem Punkt abstrahlen, wodurch es keinen horizontalen Versatz bei der Trennfrequenz gibt. Erkauft wird das natürlich auch mit Nachteilen, bei der Achsmessung des Hochtöners entsteht durch gegenphasige Reflexionen auf der Membran eine tiefe, allerdings schmalbandige Senke bei 6,5 kHz, unter 15 Grad ist sie völlig verschwunden. Ungleichmäßiger als bei einem Kalottenhochtöner ist auch der gesamte Amplitudenverlauf, aber dafür sind 105 dB Schalldruck, für die der Treiber 2,83 V benötigt, selbst bei Vollaussteuerung mit Kalotten schon schwer zu erreichen.Wer den BM-12 CX 38 hochhebt, sollte es mit der nötigen Rücksicht auf den eigenen Rücken tun. Mit fast 15 kg wiegt das Zweiwege-Chassis mehr als eine ganze Palette Geile-Geiz-Boxen mit drei Wegen und fünf Lautsprechern. Der Korb aus blau lackiertem Druckguss muss nicht nur die Pappmembran mit geriffelter Leinensicke tragen, es hängt auch der Magnetring des Bassteils mit nahezu 25 cm Durchmesser samt dicken Polplatten daran. Wegen des eingefrästen Horns wurde die Schwingspule aus Aluminiumdraht auf einen 10 cm Träger gewickelt. Da konstruktionsbedingt auf eine Polkernbohrung und die Belüftung der flachen Zentrierung verzichtet werden musste, andererseits der Hochton durch die Bassmitte abgestrahlt wird, hat man ein hochgewölbtes, grobmaschiges Gewebe als Staubschutz in die Membran geklebt. So können weder in den Luftspalt noch in die Druckkammer des Hochtöners Fremdkörper gelangen, die Luft aber problemlos ein- und ausfließen. Interessanter als der Aufbau des Basses ist fraglos der des Hochtöners, dessen Membran sage und schreibe 73 mm Durchmesser hat. Sie arbeitet frontseitig auf ein Luftvolumen in der hinteren Polplatte, auf der Schwingspulenseite wird die von ihr bewegte Luft durch drei schmale Öffnungen in einem Plastikkörper gepresst , der auf der anderen Seite eine weitere Kammer mit eingesetzter Spitze bildet und in einem kleinen Auslass endet. Der wiederum entlässt die Luftmoleküle in das Horn im Polkern des Basses."

Auszug aus der Klangbeschreibung der Coax 12

"Also das vorweg, es war nicht so schlimm, dass die Katzen wegliefen (hier einmal Marie, die von Felix nur noch lernen muss, wie man Gehäuse auf Luftdichte überprüft, ohne die gerade geleimten Platten dabei umzuwerfen). Nicht sinnvoll erschien mir, einen Test mit klassischen Streichquartetten durchzuführen, denn welcher Geiger würde beim Auftritt sein Instrument durch einen Lautsprecher verstärken lassen. Damit ist das Programm schon fast festgelegt, Gitarrenrock, Blues und Live-Konzerte mussten in den CD-Dreher, um die Box in ihrem Element zu genießen. Lange musste ich nicht suchen, denn genau das ist die Musik, die ich in grauer Vorzeit bevorzugt konsumierte. Eric Burdon begann mit “River deep, mountain high”, unglaublich diese Direktheit der Leadgitarre und die plastische Darstellung der Stimme. Sicher ist die Aufnahme alles andere als gut abgemischt, trotzdem verspürte ich sofort die größere Nähe zu den Musikern, wie ich sie aus meinen Besuchen in kleinen Clubs der frühen 70er Jahre kannte. Völlige Live-Athmosphäre war angesagt, als die Doors “When the music’s over” intonierten. Der typische Sound von Ray Manzareks Hammond-Orgel, die leicht raue Stimme von Jim Morrison und das manchmal von John Densmore heftig attackierte Schlagzeug standen auf einer großen, offenen Bühne und kannten keine Begrenzung mehr durch irgendwelche Boxen, die tatenlos in meinem Raum rumstanden. Das Brummen der Röhrenverstärker in den leisen Passagen, als ein Teil des Publikums nicht wusste, wie man sich bei einem Rock’n’Roll-Konzert benimmt und vom Sänger ermahnt werden musste, erinnerte mich rechtzeitig daran, dass ich noch einen weiteren Test geplant hatte. So schloss ich meinen VR 70 mod an die Boxen an, packte auch noch meinen alten Plattenspieler dran und ging auf die Suche nach den letzten noch verbliebenen schwarzen Scheiben. Was ich fand war nicht mehr viel, aber Fleetwood Mac “Then play on”, seit fast 20 Jahren nicht mehr abgespielt, ja fast vergessen, war zu meiner großen Freude noch dabei. Meine Coax 12 freuten sich ebenso und gaben “Oh well” so analog wieder, dass es Gänsehaut produzierte. Grandios das Zusammenspiel der drei Gitarren von Peter Green, Danny Kirvan und Jeremy Spencer auf “Waiting for Madge”, unterstützt vom treibenden Schlagzeug von Mick Fleetwood und dem rollenden Bass von John McVie. Richtig, damals gab es noch keine Stevie Nicks und keinen Lindsey Buckingham bei der Gruppe, dafür nach kurzen Gesangspassagen Musik vom Feinsten, die Boxen passten sich da nahtlos an. "

Der Bausatz für eine Box enthält:

- den P.Audio Koaxiallautsprecher BM-12 CX 38
- ein Terminal T 105 mit vergoldeten Messingklemmen
- 4 Beutel Polyester Dämmstoff
- das Bassreflexrohr HP 70
- den Frequenzweichenbausatz
- Schrauben für die Chassis
- Kabel für die Innenverkabelung

Bausatz Coax 12 ohne Gehäuse Preis pro Box - nicht lieferbar

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