Udo Wohlgemuth beschreibt den Koaxiallautsprecher wie folgt: "So wird meist ein kleines Horn auf den Polkern gesetzt, das aus der Membran herausragt. P.Audio ging einen anderen Weg.Die hintere Polplatte samt Polkern des Basses wurden mit einer sich erweiternden Bohrung versehen, hinter die der Hochtontreiber geschraubt wird. So wird sogar die Membran des Basses zur Verlängerung des HT-Horns genutzt. Die entstandene Einheit kann nun alle Frequenzen quasi aus einem Punkt abstrahlen, wodurch es keinen horizontalen Versatz bei der Trennfrequenz gibt. Erkauft wird das natürlich auch mit Nachteilen, bei der Achsmessung des Hochtöners entsteht durch gegenphasige Reflexionen auf der Membran eine tiefe, allerdings schmalbandige Senke bei 6,5 kHz, unter 15 Grad ist sie völlig verschwunden. Ungleichmäßiger als bei einem Kalottenhochtöner ist auch der gesamte Amplitudenverlauf, aber dafür sind 105 dB Schalldruck, für die der Treiber 2,83 V benötigt, selbst bei Vollaussteuerung mit Kalotten schon schwer zu erreichen.Wer den BM-12 CX 38 hochhebt, sollte es mit der nötigen Rücksicht auf den eigenen Rücken tun. Mit fast 15 kg wiegt das Zweiwege-Chassis mehr als eine ganze Palette Geile-Geiz-Boxen mit drei Wegen und fünf Lautsprechern. Der Korb aus blau lackiertem Druckguss muss nicht nur die Pappmembran mit geriffelter Leinensicke tragen, es hängt auch der Magnetring des Bassteils mit nahezu 25 cm Durchmesser samt dicken Polplatten daran. Wegen des eingefrästen Horns wurde die Schwingspule aus Aluminiumdraht auf einen 10 cm Träger gewickelt. Da konstruktionsbedingt auf eine Polkernbohrung und die Belüftung der flachen Zentrierung verzichtet werden musste, andererseits der Hochton durch die Bassmitte abgestrahlt wird, hat man ein hochgewölbtes, grobmaschiges Gewebe als Staubschutz in die Membran geklebt. So können weder in den Luftspalt noch in die Druckkammer des Hochtöners Fremdkörper gelangen, die Luft aber problemlos ein- und ausfließen. Interessanter als der Aufbau des Basses ist fraglos der des Hochtöners, dessen Membran sage und schreibe 73 mm Durchmesser hat. Sie arbeitet frontseitig auf ein Luftvolumen in der hinteren Polplatte, auf der Schwingspulenseite wird die von ihr bewegte Luft durch drei schmale Öffnungen in einem Plastikkörper gepresst , der auf der anderen Seite eine weitere Kammer mit eingesetzter Spitze bildet und in einem kleinen Auslass endet. Der wiederum entlässt die Luftmoleküle in das Horn im Polkern des Basses."
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